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Russen zur Wahlmanipulation nicht notwendig

Die Abgabe der Stimme in mehreren Wahllokalen geht auch ohne Einwirkung russischer Hacker

Viele Wähler schauten nicht schlecht aus der Wäsche, als sie sich beim Betreten des Wahlraumes mit ihrem Personalausweise oder Reisepass ausweisen wollten. "Lassen Sie mal stecken, nur die Wahlbenachrichtigung!", hieß es in mehreren Wahllokalen seitens der Wahlhelfer. Na dann.

Eschborn, am Wahlsonntag die Überraschung. So schwer war es dann doch nicht, die Wahl zu manipulieren. Wenn der Onkel, der Bruder, die 5 besten Freunde wahlverdrossen sind, dann lässt sich das leicht ausnutzen. Die Wahlbenachrichtigung allein ist ausreichend, um eine gültige Stimme im Wahllokal abzugeben. Da wird weder Alter noch Wohnsitz geprüft. Wahlbenachrichtigung abgeben, Wahlzettel ausgehändigt bekommen und eine gültige Stimme abgeben. So leicht ist das. 

Da redet jeder von Manipulation durch die Russen, die NSA und andere Mächte dieser Welt. Doch wozu all dieses Gerede, wenn einem die Manipulation förmlich aufgedrängt wird. Wer sich jetzt noch fragt, wie zum Beispiel die AfD zu solch einer Stimmenpracht kommt. Leicht erklärt. AfD Wähler sind aufgeklärt und wissen bereits im Vorfeld, welche Möglichkeiten sie bei der großen Wahl haben und in deren Freundes, Familien und Bekanntenkreis gibt es einige Wahlverdrossene, die bereitwillig ihren Wahlschein zur Verfügung stellen nach dem Motto: "Mach was draus, Junge!"