Jugendspieler richtig fördern

Derzeit sorgt ein Zwölfjähriger in der U17-Bundesliga für Aufsehen: Mit inzwischen 16 Toren in sieben Spielen ist Youssoufa Moukoko von Borussia Dortmund eines der auffälligsten Talente im deutschen Fußball. Abgesehen von der Diskussion über das Alter stellt sich häufig vor allem eine Frage: Darf so ein junger Spieler wirklich in einer höheren Altersklasse spielen oder überfordert es den Jugendlichen?

Nachwuchsarbeit im Fußball altersgerecht strukturieren

Derzeit sorgt ein Zwölfjähriger in der U17-Bundesliga für Aufsehen: Mit inzwischen 16 Toren in sieben Spielen ist Youssoufa Moukoko von Borussia Dortmund eines der auffälligsten Talente im deutschen Fußball. Abgesehen von der Diskussion über das Alter stellt sich häufig vor allem eine Frage: Darf so ein junger Spieler wirklich in einer höheren Altersklasse spielen oder überfordert es den Jugendlichen? „Dass ein junger Nachwuchsspieler in einem oberen Altersbereich aktiv ist, kommt immer wieder mal vor, ist aber gerade in den Spielklassen von Amateurmannschaften eher selten“, erklärt Ingo Anderbrügge, Geschäftsführer der Fußballfabrik Deutschland GmbH, Ex-Bundesligaprofi und UEFA-Cup-Sieger. „Sportlern, die einen sehr guten Leistungsstand aufweisen, sollte jedoch stets die bestmögliche Plattform geboten werden, um das vorhandene Leistungsvermögen zu nutzen. Allerdings geht dem eine langfristige Beobachtung voraus.“ Als ausgebildeter Fußballlehrer verfügt Anderbrügge über zahlreiche Erfahrungen in der Nachwuchsarbeit, die er vor allem in seiner mobilen Fußballschule „Fußballfabrik“ einbringt.

Verantwortungsbewusstsein lernen

Jugendspieler sowie ihre Vereine sind bei ihrer Arbeit stark auf die Unterstützung der Erziehungsberechtigten angewiesen. Hier gilt es, eine gesunde Mischung aus Verantwortung und Selbstständigkeit zu wahren. „Eltern müssen ihre Kinder fördern und bei Hobbys unterstützen, dürfen dabei aber ihre Fürsorgepflicht natürlich nicht außer Acht lassen“, warnt Anderbrügge. „Das bedeutet jedoch nicht, dass den Nachwuchskickern alle Aufgaben abgenommen werden sollen.“ Gerade in der Fußballfabrik wird hierauf großen Wert gelegt. So tragen beispielsweise alle Kinder ihre Taschen selbst, wenn sie während der Camps zum Trainingsgelände kommen. Zudem wird den Eltern nahegelegt, den allgemeinen Einheiten fernzubleiben, damit sich die Kinder auf sich und das Fußballspielen konzentrieren können. Für die Väter und Mütter gibt es während der Camps dennoch die Gelegenheit, gemeinsam mit den Kindern zu kicken. Auf die Art bringt das geschulte Trainerteam den Kindern näher, dass mehr zum Fußball gehört als nur Tore schießen und gewinnen. „Es ist wichtig, nicht immer nur Siege zu zählen, sondern auch mit Niederlagen richtig umgehen zu können – ohne Ehrgeiz und Motivation zu verlieren.“

Individualität punktet

In der Fußballfabrik wird das Konzept der richtigen Plattform für den individuellen Jung-Sportler angewendet. Der Schlüssel: alters- und leistungsgerechtes Training in Kombination mit theoretischen Praxisinhalten. Die teilnehmenden Kinder werden zu Beginn der mehrtägigen Fußballcamps in kleine Gruppen, je nach Alter, eingeteilt. „Bei sehr gutem Leistungsstand passen wir die klassifizierten Teams an und ‚verschieben‘ die jeweilige Spielerin beziehungsweise den jeweiligen Spieler in eine höhere und leistungssteigernde Altersklasse. Sensibles Vorgehen ist dabei natürlich ein Muss“, so Anderbrügge weiter. „Fußball soll den Kindern vorrangig noch immer Spaß machen. Dabei müssen verschiedene Komponenten beachtet werden, ohne dabei den Ansporn und die Zielstrebigkeit zu verlieren – und das sowohl auf Seiten der Erziehungsberechtigten als auch der Nachwuchskicker selbst.“ 

 

Weitere Informationen unter: www.fussballfabrik.com

Fußballcamp

Quelle: Fußballfabrik